Geschäftsordnung des Schützenbundes „Oberbarnim“

Der Schützenbund „Oberbarnim“ gibt sich nachstehende Geschäftsordnung:

§ 1 Struktur des Vorstandes

 Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem ersten Stellvertreter des Vorsitzenden
und dem Schatzmeister.

 Durch Beschluss der Mitgliederversammlung kann der Vorstand erweitert werden.

§ 2 Geschäftsführung durch den Vorstand

 der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Schützenbundes
 der Vorsitzende ist der Vertreter des Schützenbundes und darf diesen nur im Rahmen der
durch die Mitgliederversammlung oder den Vorstand gefassten Beschlüsse gegenüber
Dritten vertreten
 der erste Vertreter des Vorsitzenden ist bei Verhinderung des Vorsitzenden oder im Rahmen
übertragener Aufgaben zu dessen Vertretung berechtigt
 bei Abwesenheit des Vorsitzenden und des ersten Vertreters des Vorsitzenden vertritt der
Schatzmeister den Vorsitzenden.
 Maßnahmen, die Außenwirkung entfalten, sind nach Beschluss nur durch den Vorstand oder
eine durch den Vorstand beauftragte Person statthaft.
 bei vereinsschädigem Verhalten oder bei Missachtung des Vorstandes kann der Vorstand
eine Abmahnung aussprechen. Vor Erteilung einer Abmahnung ist das Mitglied durch den
Vorstand anzuhören. Die Abstimmung über die Erteilung einer Abmahnung erfolgt vom
Vortsand mit einfacher Mehrheit.
 Die Erteilung einer Abmahnung ist der Mitgliederversammlung mitzuteilen.
 Eine zweite Abmahnung führt zum Vereinsausschluss durch den Vorstand.

§ 3 Geschäftsverteilung

Die Funktionsverteilung des Vorstandes ist in der laufenden Wahlperiode wie folgt:

 Vorsitzender

 Erster Stellvertreter des Vorsitzenden
 Schatzmeister
 Öffentlichkeitsarbeit
 Organisation
 Waffenwart

§ 4 Wahl des Vorstandes

Die Wahl des Vorstandes erfolgt nach Ablauf der Wahlperiode in geheimer Wahl durch die
Mitgliederversammlung.

Die Wahlperiode beträgt 2 Jahre.

Zu Beginn der Wahlversammlung erfolgt der Rechenschaftsbericht des bisherigen Vorstands und der
Bericht der Revisionskommission, hiernach entscheidet die Mitgliederversammlung über die
Entlastung des bisherigen Vorstands.
Für die Durchführung der Wahl wird durch die Mitgliederversammlung eine Wahl- und eine
Revisionskommission gewählt.

Die Wahlkommission stellt den Wahlleiter und führt die Wahl in eigener Verantwortung durch.

Die Mitgliederversammlung schlägt die Kandidaten für den Vorstand vor und der Wahlleiter erfasst
den jeweiligen Vorschlag in der Kandidatenliste, nachdem das vorgeschlagene Mitglied seine
Zustimmung erteilt hat.

Die Schließung der Kandidatenliste erfolgt auf Antrag. Über diesen Antrag entscheidet die
Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.

Nach Durchführung der geheimen Wahl zählt die Wahlkommission die abgegebenen Stimmen aus.

Entsprechend der festgelegten Stärke des Vorstandes werden die Kandidaten gemäß der erhaltenen
Stimmenanzahl in Reihenfolge auf die Wahlliste gesetzt.
Das Ergebnis der Wahl wird durch den Wahlleiter verkündet, er fragt die in den Vorstand gewählten
Mitglieder einzeln ob sie die Wahl annehmen.
Der gewählte Vorstand kommt im Anschluss an die Wahl zur konstituierenden Sitzung zusammen
und bestimmt die Einzelfunktionen der gewählten Mitglieder im Vorstand.

Bei Ausscheiden eines im Vereinsregister eingetragenen Vorstandsmitgliedes innerhalb der
laufenden Wahlperiode entscheidet die Mitgliederversammlung über Neuwahlen.

§ 5 Mitgliederversammlungen

Zeitpunkt der Sitzungen

 die Mitgliederversammlungen werden einmal monatlich, die Hauptversammlung jährlich
und die Wahlversammlungen alle zwei Jahre durchgeführt
Einberufung
 der Vorsitzende beruft die Mitgliederversammlung ein. Er kann mit Billigung des Vorstandes
einen Jahresplan für die Durchführung der regelmäßigen Mitgliederversammlungen
erstellen. Eine Einberufung von außerordentlichen Mitgliederversammlungen erfolgt nur auf
begründeten Antrag an den Vorstand. Der Vorstand entscheidet mit einfacher Mehrheit über
diesen Antrag.
Teilnahme von anderen Personen an den Sitzungen
 auf Beschluss des Vorstandes können Sachverständige, Auskunftspersonen oder Gäste an
Mitgliederversammlungen teilnehmen.
Tagesordnung
 die Tagesordnung wird vom Vorsitzenden festgelegt. Auf Antrag können nach Abstimmung
der Mitgliederversammlung Zusatzpunkte aufgenommen werden. Darüber entscheidet die
Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.
Leitung der Sitzungen
 die Leitung der Versammlung obliegt dem Vorsitzenden. Der Vorsitzende kann die Leitung
der Versammlung delegieren.
Worterteilung
 der Versammlungsleiter erteilt das Wort in Reihenfolge der Wortmeldungen. Eine
Worterteilung außerhalb der Reihenfolge ist nur statthaft, wenn es sich um einen Antrag zur
Geschäftsordnung oder um einen Antrag auf Einhaltung der Tagesordnung handelt.
Antragstellern ist das Wort für die Begründung ihres Antrages zu erteilen.
Wortentziehung
 der Versammlungsleiter hat das Recht, einem Mitglied das Wort zu entziehen, wenn es trotz
entsprechender Aufforderung nicht zur Sache spricht oder seinen Vortrag unangemessen
lang ausdehnt.
Ein Antrag auf Schluss der Debatte ist ein zu begründender Geschäftsordnungsantrag.
Bei Anträgen zur Geschäftsordnung kann je ein Redner für, bzw. gegen den Antrag das Wort
erhalten. Danach ist ohne Diskussion über den Antrag abzustimmen

§ 6 Beschlussfähigkeit

Der Schützenbund ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind.
Mitglieder können sich bei begründeter Verhinderung durch Vollmacht vertreten lassen.

§ 7 Beschlussfassung

Vor Beschlussfassung trägt der Vorsitzende oder der beauftragte Versammlungsleiter den Antrag,
über den abgestimmt werden soll, vor.
Liegen mehrere Anträge zum gleichen Sachverhalt vor, wird in Reihenfolge über den jeweils
weitestgehenden (ausführlichsten) Antrag abgestimmt. Über welchen der gestellten Anträge die
Abstimmung erfolgt legt der Versammlungsleiter nach Begründung fest. Werden gegen die
Entscheidung des Versammlungsleiters Bedenken erhoben, entscheidet auf Antrag eines Mitgliedes
die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.
Die Abstimmung erfolgt in der Regel mittels Handzeichen. Auf Antrag kann nach Beschluss eine
geheime (schriftliche) Abstimmung erfolgen. Stimmenthaltungen gelten bei der Auszählung als nicht
vorhanden. Die Entscheidung wird nach Mehrheit der abgegebenen Ja oder Nein Stimmen gefällt.
Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.

§ 8 Niederschrift

Über jede Mitgliederversammlung und Vorstandssitzung ist eine Niederschrift zu fertigen.

§ 9 Ausschüsse

Zur Vorbereitung von Höhenpunkten im Vereinsleben können auf Beschluss des Vorstandes
Ausschüsse gebildet werden.
 der Ausschuss wählt einen Sprecher, der auch gleichzeitig die Leitung des Ausschusses
ausübt
 der Ausschuss ist dem Vorstand berichtsverpflichtet
 die Ergebnisse der Ausschusstätigkeit haben Empfehlungscharakter
Als ständiger Ausschuss des Schützenbundes fungiert die Ordenskommission.

§ 10 Sportsektionen

Für das Betreiben von spezifischen Sportarten werden unter dem Dach des Schützenbundes
Sportsektionen gebildet.
Für jede Sportsektion wird durch die Mitgliederversammlung ein Leiter und ein Stellvertreter
berufen.
Für Mitglieder der Sportsektionen sind die Regelungen der Satzung, der Geschäftsordnung und der
Beschlüsse der Mitgliederversammlung bindend.
Die Teilnahme von Mitgliedern einer Sportsektion an den schießsportlichen Aktivitäten des
Schützenbundes mit Vorderlader-, Groß- und Kleinkaliberwaffen ist erst nach Entrichtung der für den
Schützenbund festgelegten Aufnahmegbühr statthaft.

§ 11 Aufnahme – Beiträge – Aufnahmegebühr

Die Aufnahme in den Schützenbund erfolgt durch schriftlichen Antrag in Verbindung mit einem
polizeilichen Führungszeugnis, das nicht älter als 3 Monate ist.
Für jede Neuaufnahme gilt eine Probezeit von 6 Monaten.
Über die endgültige Aufnahme in den Schützenbund entscheidet die Mitgliederversammlung nach
der Probezeit mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt der Aufnahmeatrag als abgelehnt.
Durch Beschluss der Mitgliederversammlung wird für jedes Mitglied des Schützenbundes und für
Mitglieder der Sportsektionen ein Monatsbeitrag erhoben.
 für Vollmitglieder monatlich 15,50 €
 für Rentner monatlich 10,50 €
 für Arbeitslose monatlich 7,50 €
 für Jugendliche unter 18 Jahren monatlich 3,50 €
 für Jugendliche unter 14 Jahren entfällt der Monatsbeitrag
Beitragszahlung ist Bringepflicht

Die Aufnahmegebühr beträgt 250,00 € (zweihundertfünfzig Euro)

Für Jugendliche staffelt sich die Aufnahmegebühr wie folgt:
ab 14 Jahre 50,00 €
Mit Erreichen des 18. Lebensjahres weitere 50,00 €
Mit Erreichen des 21. Lebensjahres wird die Differenzzahlung i.H. v.
150,00 € fällig.

Die Aufnahmegebühr für Mitglieder der Sportsektion Bogenschießen

beträgt 100,00 €
für Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren beträgt die
Anfangsaufnahmegebühr 30,00 €.
Mit Erreichen des 21. Lebensjahres wird die Differenzzahlung in Höhe von 70,00 € fällig.
Auf Antrag an den Vorstand kann für die Aufnahmegebühr eine überschaubare Ratenzahlung
vereinbart werden.

§ 12 Aufbaustunden

Pro Jahr und Mitglied sind 25 Aufbaustunden im Verein zu leisten. Die Möglichkeit für die Ableistung
der Aufbaustunden ist durch den Vorstand zu organisieren.
 Für jede nicht geleistete Aufbaustunde ist innerhalb von 10 Werktagen nach Ende des
Geschäftsjahres ein Betrag von 10,00 €/ pro Stunde als Ausgleichszahlung an den
Schatzmeister zu entrichten.
 Nichterfüllung der Aufbaustunden oder Nichtentrichtung der Ausgleichszahlung für nicht
geleistete Aufbaustunden können auf Antrag und mit Beschluss der Mitgliederversammlung
zum Vereinsausschluss führen.
 Auf begründeten Antrag können Mitglieder durch Beschluss der Mitgliederversammlung von
den Pflichtstunden befreit werden.
 Jugendliche unter 18 Jahren sind von den Aufbaustunden befreit.
 Bei Austritt aus dem Schützenbund innerhalb des laufenden Geschäftsjahres werden die
Aufbaustunden anteilmäßig für den Zeitraum der Mitgliedschaft berechnet.

§ 13 Grundausstattung

Die Grundausstattung der Mitglieder des Schützenbund „Oberbarnim“ besteht aus der
Vereinsuniform und einer Vorderladerlangwaffe.
Jedes Mitglied ist verpflichtet, sich innerhalb von 6 Monaten nach Aufnahme in den Schützenbund
mit einer Vorderladerlangwaffe und innerhalb von 2 Jahren mit einer Vereinsuniform auszustatten.
Der Schützenbund unterstützt die neu aufgenommenen Mitglieder bei der Beschaffung der
Grundausstattung.
Die genauen Ausstattungsmerkmale sind der Anlage 1 zur Geschäftsordnung zu entnehmen.

Für Mitglieder der Sportsektionen entfällt die Verpflichtung zur Grundausstattung.

§ 14 Sportlich – Kulturelle Vereinstätigkeit

Der Schützenbund „Oberbarnim“ pflegt den Schießsport in vereinsinternen und überregionalen
Wettkämpfen, pflegt historische Traditionen auf dem Gebiet des Militärwesen und des kulturellen
Erbes. Besondere Bedeutung ist der schießsportlichen Ausbildung und der Ausbildung einer hohen
sportlichen Kameradschaft zuzumessen.

Der Schützenbund „Oberbarnim“ führt als Vereinshöhepunkte jährlich ein Vogel-, ein
Vereinspokalschießen sowie einmal im Jahr das Ausschießen des Schützenkönigs durch. Die
Organisation dieser Vereinswettkämpfe, sowie die Durchführung von regionalen Wettkämpfen liegt
in der Verantwortung des Vorstandes. Der Vorstand ist auch für die Festlegung der
Wettbewerbsregeln und der Ausschreibungen von Wettkämpfen, sowie für die Beschaffung und
Bereitstellung von geeigneten Ehrungsmaterialien verantwortlich.
Der Schützenbund führt Schützenfeste und vereinsinterne kulturelle Veranstaltungen durch und
strebt die Zusammenarbeit mit anderen Schützenvereinen, kulturellen Einrichtungen und
Interessengemeinschaften der Region an.

§ 15 Vermögen des Schützenbundes

Das vorhandene Vermögen wird durch den Vorstand verwaltet. Über das vorhandene, bewegliche
Vermögen und dessen Verwendung legt der Vorstand jährlich vor der Mitgliederversammlung
Rechenschaft ab. Die Mitgliederversammlung kann den Vorstand nach Rechenschaftslegung
entlasten.
Bei Auflösung des Schützenbundes hat der Vorstand alle Vermögenswerte zu erfassen und einen Plan
zur Verteilung dieser Werte an die Einzelmitglieder zu erarbeiten. Dieser Verteilungsplan ist der
Mitgliederversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen. Die Beschlussfassung erfolgt mit
Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder. Begründet verhinderte Mitglieder können sich
durch schriftliche Vollmacht vertreten lassen. Mitglieder die bei Beschlussfassung nicht anwesend
waren können diesen Beschluss später nicht durch Widerspruch anfechten.

§ 16 Bindung, Inkrafttreten, Geltungsdauer

Die Geschäftsordnung ist auf Grundlage der beschlossenen Satzung mit Inkrafttreten für alle
Vereinsmitglieder bindend. Die Geschäftsordnung kann auf Antrag durch Beschluss der
Mitgliederversammlung geändert oder modifiziert werden. Die Beschlussfassung erfolgt mit
Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder. Mitglieder die bei Beschlussfassung nicht anwesend
waren können diesen Beschluss später nicht durch Widerspruch anfechten.

Mit Beschluss der Mitgliederversammlung vom 21.05.2015 tritt die vorliegende Geschäftsordnung
zum 21.05.2015 in Kraft.

Änderungen oder Erweiterungen dieser Geschäftsordnung sind durch die Mitgliederversammlung
möglich.

Eberswalde, den 21.05.2015
gez. Zieschank____ _gez. Spengler____ _gez. Sada_______
Vorsitzender erster Stellvertreter Schatzmeister
des Vorsitzenden